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Der Jedermannfunk "FreeNet" ist 17 Jahre alt geworden: Am 25. September 1996 wurde diese ursprünglich nur als Übergangslösung gedachte Funkanwendung für die Allgemeinheit freigegeben.

"FreeNet" arbeitet auf Frequenzen des ehemaligen Autotelefon-B-Netzes im 2-Meter-Band. Das B-Netz wurde Ende 1994 außer Betrieb genommen. Auf den freigewordenen Frequenzen sollte nach dem Willen der damaligen Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) ein digitaler Betriebsfunk angesiedelt werden. Die Firma Motorola erreichte jedoch durch beharrliche Lobbyarbeit, dass die Behörde einen kleinen Teilbereich der ehemaligen B-Netz-Frequenzen für die nationale Funkanwendung "FreeNet" freigab.

Ursprünglich sollte das "Freenet" nur als befristete nationale Übergangslösung bis zum Jahre 2005 bestehen bleiben - solange, bis ein europäisch harmonisierter Nahbereichsfunk zur Verfügung steht. Dieser europäische Nahbereichsfunk wurde im Jahre 1999 in Form des "PMR446" freigegeben. Damit wäre eigentlich das Ende von "FreeNet" besiegelt gewesen. Hersteller und Nutzer drängten jedoch auf einen Fortbestand dieser Funkanwendung, und so wurde das "FreeNet" beibehalten und schließlich sogar die Zahl der Kanäle verdoppelt.

Die Bezeichnung "Freenet" war ursprünglich eine eingetragene Marke der Firma Motorola. Im August 2008 ließ Motorola die Marke löschen; die Bezeichnung "FreeNet" hat sich jedoch im allgemeinen Sprachgebrauch gehalten. Im behördlichen Frequenznutzungsplan wurde das "Freenet" ursprünglich als "Kurzstreckenfunk" bezeichnet; im April 2008 wurde die Nutzungsbezeichnung in "Betriebsfunk" geändert.

(Quelle: funkmagazin)

 

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