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MOSKAU, (RIA Novosti). Die russische Trägerrakete Proton-M wird im September 2007 erstmals einen japanischen Kommunikationssatelliten JCSat-11, der von dem Unternehmen Lockheed Martin für den japanischen Kommunikationsnetzbetreiber JSAT Corp. gebaut wurde, auf eine Erdumlaufbahn bringen. So hieß es in einer Mitteilung, die am Dienstag auf der Webseite des Chrunitschew-Zentrums, des Herstellers der Proton-M-Rakete, erschien.

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Proton M

Die Rakete wird vom Kosmodrom Baikonur gestartet, hieß es in der Mitteilung.

Der Dienstleister, der den Start durchführt, ist das Unternehmen International Launch Services Inc. (ILS), ein Gemeinschaftsunternehmen des Privatunternehmens Space Transport Inc., des Chrunitschew-Zentrums und der Raketenkorporation Energija. ILS vermarktet die Proton-Starts international.

Wie der Pressedienst des Chrunitschew-Zentrums mitteilte, ist der Satellit JCSat-11 am Dienstag im Kosmodrom Baikonur eingetroffen.

Die weitere Vorbereitung des Satelliten auf den Start besteht im Auftanken, der Montage der Spitze und der Ankoppelung an die Proton-M-Trägerrakete, hieß es in der Mitteilung.

Die Proton-M wurde bereits früher nach Baikonur gebracht. Mitte Juni begannen die Fachleute aus dem Chrunitschew-Zentrum die planmäßigen Arbeiten: die Montage und die Tests der Raketenstufen.

„Die Startvorbereitung geht im Einklang mit dem im Voraus erstellten Plan von sich“, hieß es in der Mitteilung.

Der Kommunikationssatellit JCSat-11 mit mindestens 15 Jahren Betriebszeit ist für direkte Fernsehausstrahlungen und Kommunikationsdienstleistungen bestimmt, darunter digitale Fernsehausstrahlungen bei den Sky-PerfecTV-Sendern für die Kunden des japanischen Betreibers JSAT Corp. in Japan, der Asiatisch-Pazifischen Region und auf Hawaii.

JSAT Corp. gehört zu den größten Satelliten-Kommunikationsnetzbetreibern in der Asiatisch-Pazifischen Region. Gegenwärtig zählt die Orbitgruppe von JSAT neun geostationäre Satelliten auf acht Umlaufbahnen. JSAT stellt Hochgeschwindigkeits-Breitband-Satellitenverbindungen zur Verfügung.

Die russische Proton-M-Trägerrakete ist eine modernisierte Variante der schweren Rakete Proton, einer der zuverlässigsten Startsysteme in der Welt, mit einer Fluggeschichte, die insgesamt mehr als 40 Jahre zählt.

Die Proton-M, die zum ersten Mal 2001 von Baikonur aus startete, ist dazu bestimmt, Nutzlasten auf erdnahe Umlaufbahnen und Abflugbahnen zu bringen. Seit Anfang der kommerziellen Nutzung (2002) sind 14 kommerzielle Starts der Proton-M erfolgt.

 

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