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11:59 Uhr - Russische Wissenschaftler bauen an einem System zur Umwandlung von Kohlendioxyd (CO2) in Wasser, um es bei Langzeitraumflügen zu nutzen. Dies ist dem Jahresbericht des Forschungsinstituts für Chemiemaschinenbau zu entnehmen, das Systeme zur Gewährleistung der Lebenstätigkeit bei Raumflügen entwickelt.

„Ein System zur Verarbeitung von Kohlendioxyd an Bord einer bemannten Raumstation erlaubt den Entzug des Kohlendioxyds aus dem Gasmilieu und seine Umwandlung mittels Hydrierung in Wasser und Methan, um die Geschlossenheit des Komplexes regenerativer Systeme zur Gewährleistung der Lebenstätigkeit in Bezug auf Sauerstoff an Bord eines Weltraumobjekts zu erhöhen“, heißt es in dem Jahresbericht im Abschnitt perspektivischer Richtungen zur Schaffung von Systemen zur Sicherstellung der Lebenstätigkeit bei Raumflügen.

Das Kohlendioxyd bildet sich in der Internationalen Raumstation ISS beim Ausatmen der Kosmonauten. Der zulässige CO2-Gehalt in der Atmosphäre eines geschlossenen Raumes beträgt 0,5 Prozent. Ist dieser Anteil größer, so führt dies bei Menschen zu Schwäche und Kopfschmerzen, es verringert die Konzentrationsfähigkeit, was Fehler verursachen kann. Steigt der CO2-Anteil in der Luft bis auf 13 Prozent, so ist dies für Menschen tödlich.

Das Forschungsinstitut hatte zuvor mitgeteilt, dass es auch daran arbeite, für den Einsatz bei bemannten Raumflügen eine Dusche, eine Sauna, ein Waschbecken, eine Waschmaschine und Systeme zur Regenerierung von Wasch- und Toilettenwasser zu entwickeln.

(Quelle: Sputnik Deutschland / Copyright © Sputnik)

 

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