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15:14 Uhr - Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat den ersten Start der neuen Trägerrakete „Angara1.2 PP“ für die letzte Juni-Woche vom Weltraumbahnhof Plessezk angekündigt, schreibt die Zeitung „Moskowski Komsomolez“ am Donnerstag.

Vor anderthalb Jahren habe man bei diesem Projekt rund sechs Monate hinter dem Zeitplan gelegen, sagte Minister Schoigu am Mittwoch in Kasan (Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tatarstan). Deshalb habe das Verteidigungsministerium die Kontrolle über das Raketen-Projekt übernommen.

Zur Überwachung der Bau- und Inbetriebnahmearbeiten sei am Weltraumbahnhof ein Videoüberwachungssystem installiert worden, weshalb der Verlauf der Arbeiten live verfolgt werden könne, sagte Schoigu.

Dank dem Verteidigungsministerium, der Baubehörde, den Weltraumtruppen und dem Weltraumbahnhof Plessezk sei es gelungen, beim Zeitplan aufzuholen. Manchmal seien dafür harte Personalentscheidungen nötig gewesen. Jetzt erfolge die Entwicklung des Raketenkomplexes „Angara“ gemäß dem vom russischen Präsidenten gebilligten Zeitplan, so Schoigu.

Angara ist eine Trägerraketen-Familie, die nach dem Modulprinzip entwickelt und mit Sauerstoff- und Kerosin-Triebwerken ausgestattet ist. Sie besteht aus vier Klassen. Die Nutzlast liegt zwischen 1,5 und 35 Tonnen. Die Trägerrakete „Angara“ ist mit neuen umweltfreundlichen Triebwerken ausgestattet. Diese Rakete soll die meisten russischen Raketentypen ersetzen. Als Grundlage der neuen Rakete gilt ein universelles Raketenmodul, das sowohl selbstständig als auch zusammen mit Raketeträgern der schweren und mittleren Klasse fliegen kann. Den Entwicklern zufolge ist die Trägerrakete auch international konkurrenzfähig.

Die Tests des technischen Komplexes der Trägerrakete und eines einheitlichen technischen Komplexes des Kopfteils sind bereits beendet worden. Die Tests des universellen Startkomplexes sollen demnächst beendet werden.

Über die Flugtests  von Raketenkomplex Angara und den ersten Start der Trägerrakete „Angara-1.2 PP“ soll in einer Sitzung der Staatskommission vom 15. bis 20 Juni entschieden werden.
(RIA Novosti)

 

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