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hubschrauber-detailWeil er den Funkverkehr eines Rettungshubschraubers gestört hatte, ist der Leiter einer Rettungswache in Saarburg (Rheinland-Pfalz) unter dem Verdacht des Mordversuchs verhaftet worden.

 

Dem 47-Jährigen wird vorgeworfen, in vier Fällen minutenlange Dauerträger auf der Funkfrequenz eines Rettungshubschraubers aus dem benachbarten Luxemburg ausgesendet zu haben. Die Störungen fanden immer dann statt, wenn sich der Hubschrauber im Rettungseinsatz befand und Menschen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen an Bord hatte. Weil dem Beschuldigten dies bewusst war und er die Gefährdung von Menschenleben offenbar in Kauf nahm, geht die Staatsanwaltschaft von Mordversuch aus.

 

Der Verhaftung waren umfangreiche Funkmessungen der Bundesnetzagentur vorausgegangen. Diese konnte schließlich eindeutig die Leitstelle der Rettungswache, in der der Beschuldigte tätig war, als Störquelle ausfindig machen.

 

Als möglichen Grund für die Störaktionen nennt die Staatsanwalt "Angst vor der Konkurrenz". Der luxemburgische Rettungshubschrauber ist für ein konkurrierendes Rettungsunternehmen tätig. Der Beschuldigte hat offenbar versucht, durch die Störungen das Konkurrenzunternehmen in Misskredit zu bringen. Denkbar ist auch ein Racheakt: Der Beschuldigte war bis zum Jahre 1998 bei dem Konkurrenzunternehmen als Rettungsassistent tätig und ist dann im Streit ausgeschieden.

(Quelle: funkmagazin)

 

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