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soyuzlaunch2MOSKAU (RIA Novosti). Der erste Start der russischen Trägerrakete Sojus-ST vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana wird höchstwahrscheinlich nicht wie zuvor geplant im Oktober, sondern erst im Dezember 2008 zustande kommen.

 

Dies teilte Viktor Remischewski, Vizechef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, am Mittwoch Journalisten mit.

 

Den Aufschub erklärte er damit, dass europäische Fachleute beim Bau des Startplatzes für die russische Rakete in Kourou auf unvorhergesehene Probleme gestoßen seien.

 

Von Seiten Russlands gebe es keine Planrückstände, berichtete Remischewski. In das Projekt seien drei russische Unternehmen einbezogen: das Konstruktionsbüro Progress, das Konstruktionsbüro Barmin und die Forschungs- und Produktionsvereinigung Lawotschkin. Sie alle haben ihren Auftrag zu mehr als 50 Prozent erfüllt, sagte er weiter.

Das Petroleum für die Sojus-ST-Rakete und die giftige Treibstoffkomponente für den Booster Fregat werden aus Russland geliefert, teilte Remischewski mit. Deutschland werde das Wasserstoffperoxid zur Verfügung stellen.

Von Kourou sollen innerhalb von zehn Jahren rund 50 Sojus-ST-Raketen abheben, sagte Remischewski. Die Europäische Union schätzt die Projektkosten auf 344 Millionen Euro, von denen 121 Millionen Euro aus Russland kommen sollen.

 

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