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Das Strategieprojekt zur Entwicklung der Raumfahrt bis zum Jahr 2030 sieht den Aufbau eines Netzes von Forschungsstationen auf dem Mars, bemannte Mondlandungen, eine tiefschürfende Erforschung der Venus und des Jupiter sowie die Bildung eines Rates für Raumfahrt beim russischen Präsidenten vor, schreibt der „Kommersant“ am Dienstag unter Berufung auf ein Dokument, das der russischen Regierung vorgelegt wurde. Wie der Chef der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, Wladimir Popowkin, zuvor mitgeteilt hatte, werden für die neue Entwicklungsstrategie der Weltraumbranche bis zum Jahr 2030 voraussichtlich 150 bis 200 Milliarden Rubel (fünf bis 6,7 Milliarden US-Dollar) jährlich bereitgestellt.

Das Ziel der Strategie sei es, die russische Raumfahrt auf Weltniveau zu halten und bis zum Jahr 2030 die Zugehörigkeit Russlands zu den drei Spitzenreitern im Bereich Raumfahrt zu sichern, schreibt die Zeitung.

Vorrangige Arbeitsbereiche seien die Entwicklung und der Einsatz von Weltraumtechnik sowie von Weltraumtechnologien und -dienstleistungen, der Bau von Raumschiffen für bemannte Flüge und Transportflüge zur Erschließung des Weltraums, die Schaffung eines „Vorlaufs“ für einen zukünftigen bemannten Flug zum Mars und der Bau von Raumstationen einer neuen Generation.

Roskosmos plane, bis zum Jahr 2015 die notwendigen Orbitalgruppierungen zu gestalten, die Modernisierung der vorhandenen Trägermittel abzuschließen und die Weltraumbranche umzustrukturieren.

Für das Jahr 2015 ist der erste Raketenstart vom neuen Weltraumbahnhof Wostotschny im fernöstlichen Amur-Gebiet geplant. Im Jahr 2020 sollen von dort aus neue Raketen vom Typ Angara und schwere bemannte Raumschiffe einer neuen Generation gestartet werden.

Im Jahr 2030 soll eine bemannte Mission zum Mond starten.

Es ist geplant, beim russischen Präsidenten eine interinstitutionelle Anlaufstelle - den Rat für Raumfahrt - zu bilden, die für die genannten Aufgaben zuständig sein soll.
(RIA Novosti)

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