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Die russische Weltraumbehörde Roskosmos hat Verträge mit dem russischen Institut für Weltraumforschung über die Herstellung von wissenschaftlichen Geräten für das Projekt ExoMars geschlossen, das sie gemeinsam mit der Europäischen Weltraumagentur ESA betreiben soll. Das erfuhr RIA Novosti am Freitag inoffiziell aus Fachkreisen. Somit fängt die russische Seite an, noch vor dem Abschluss eines offiziellen Abkommens mit der ESA das Projekt zu finanzieren.

Der Gesamtwert der drei Verträge beläuft sich auf 306 Millionen Rubel (zehn Millionen US-Dollar). Sie sollen aus dem Versicherungsgeld finanziert werden, das die Weltraumagentur nach dem Verlust der russischen Marssonde Phobos-Grunt erhalten habe, so der Gesprächspartner der Agentur. Ihm zufolge sind die Verträge innerhalb des Jahres 2013 und Anfang 2014 zu erfüllen.

Neben den Forschungsgeräten soll auch eine wissenschaftliche Bodenanlage zur Erfassung und Bearbeitung von Informationen gebaut werden, welche die künftigen ExoMars-Sonden zur Erde übermitteln sollen.
Das Projekt ExoMars sieht die Entsendung eines Orbiters im Jahr 2016 und die Landung eines Moduls auf der Marsoberfläche vor. Die zweite Mission im Jahr 2018 zielt auf die Landung eines Rovers auf dem Planeten ab. Das Fahrzeug soll unter anderem Gestein zur späteren Beförderung auf die Erde sammeln.
Roskosmos und ESA hätten das Abkommen schon Ende November unterzeichnen sollen, haben jedoch keine Einigung darüber erzielt.
(RIA Novosti)

 

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