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20:40 Uhr - MOSKAU, (RIA Novosti). Die Internationale Raumstation hat ursprünglich nicht wissenschaftlichen, sondern eher politischen Zwecken gedient, beklagt Lew Seljony, Chef des russischen Instituts für Raumforschung, gibt aber Vorteile für künftige Mars-Missionen durch das ISS-Programm zu.

„Die Forscher sind mit der Forschung an der ISS nicht zufrieden. In der ersten Phase wurde ein großes Programm angekündigt, dann wurde es jedoch drastisch gekürzt“, sagte Seljony am Montag dem Fachmagazin „Rossijski Kosmos“.

Es gebe zwar viele „rein technologische“ Experimente an Bord der ISS: „Leider gibt es aber zu wenig Wissenschaft“. Sein Institut schlage in diesem Zusammenhang vor, neue Forschungsgeräte ins All zu bringen: „Einige Experimente um das ‚Weltraum-Wetter’ in der Ionosphäre wären möglich. Wir schlagen vor, einen kleinen Satelliten einzusetzen, der neben der Station fliegen und Daten liefern würde“.

„Ursprünglich war ich völlig gegen die ISS, ich hielt das für eine reine Zeit- und Geldverschwendung. Die wissenschaftliche Raumfahrt beendete unter Jelzin ihre Existenz. Während wir unsere Geräte an westlichen Satelliten installieren ließen, verschlang die ISS viel Geld um das politische Prestige willen“, so Seljony.

Heute habe es allerdings keinen Sinn, nach Schuldigen zu suchen, zumal die ISS auch ihre Verdienste um die bemannte Raumfahrt habe: „Die Raumfahrtmedizin entwickelt sich weiter, das ist zweifelsohne wichtig… Wenn wir einen bemannten Flug zum Mars absolvieren wollen, werden die ISS-Erfahrungen zweifelsohne nützlich sein“.

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