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Durch die unverhoffte Einladung von Erika und Kuni, für ein paar Tage nach München zu kommen, haben wir unseren Aufenthalt in Grainau um zwei Tage verkürzt. Unsere Wirtin hat uns das hoffentlich nicht übelgenommen. Wir haben uns jedenfalls ordentlich bedankt und sind dann auf dem schnellsten Weg nach München gefahren – aber nicht, ohne uns noch vorher die "Silberne u. Goldene Wandernadel" abzuholen. Unsere Mühen und Strapazen wollten wir schon belohnt sehen.

0006 12Dank einer detaillierten Beschreibung des Anfahrweges haben wir das Häuschen von Erika, Kuni und Coco in München relativ schnell gefunden. Sonnenschein nicht nur am Himmel sondern, auch auf allen Gesichtern, als wir uns wiedersahen.

Bei soviel gemeinsam Erlebtem, hatten wir uns eine Menge zu erzählen. Die Abende konnten nicht lang genug sein.....! Wenn wir nicht gerade unterwegs waren in der Stadt, dann saßen wir vor Kuni’s Funkgerät, einem IC 756, und fachsimpelten. Oder wir sahen uns die Videos unserer JA-Reise an und schwelgten in Erinnerungen.

Natürlich war an einem Abend chinesisch Essen angesagt: Peking-Ente !

Nach 12 Gängen passte wirklich nichts mehr rein .... ! Spät abends rollten wir dann ganz vorsichtig in unsere Betten. Oh weih, war das gut !!!!

Aber wir brauchten die Kraft, weil wir am nächsten Tag ins Deutsche Museum gehen wollten.

Eigentlich wollten wir nur 1-2 Stunden bleiben aber es wurde fast ein ganzer Tag, bzw. solange bis uns unsere Füße nicht mehr tragen wollten. Wir sind uns da einig - wir können nur jeden empfehlen: Wen es mal nach München verschlägt und er hat noch einen Tag übrig, dann möge er in das Deutsche Museum fahren und sich beeindrucken lassen. Es lohnt sich! Wir haben jedenfalls die uns zur Verfügung stehende Zeit ausgiebig genutzt. Möglicherweise wären wir noch länger dort geblieben aber am späten Nachmittag gab es noch einen Termin für uns:  0006 13Ein kleines JAIG-Treffen in München. Kuni hatte einige JAIG-Freunde aus München und der näheren Umgebung zu einem gemütlichen Biergarten-Treff eingeladen. Und so trafen wir alte Bekannte wieder und auch JAIG-Freunde, mit denen wir zusammen in Japan waren. Na, und an Gesprächsthemen mangelte es wahrlich nicht.

Schöne Augenblicke haben es so an sich, dass sie schneller vorbei gehen, als einem lieb ist. Wir haben die Zeit bei und mit Erika, Kuni und Coco sehr genossen und deshalb fiel uns der Abschied wirklich schwer. Aber es war ja kein richtig langer Abschied, denn wir würden uns ja in Friedrichshafen zur HAM RADIO wiedersehen. Apropos Abschied...! An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen und im Namen der Crew von DF0BLM, insbesondere der Sektion LF/HF, Kuni - DF2CW - dafür danken, dass er uns ein FB-33-Beam zur vorläufigen Nutzung überlassen hat. Diese Antenne löst schlagartig einige Probleme unserer Kurzwellenstation. Also nochmals, vielen Dank, lieber Kuni .

Bei schönstem Wetter machten wir uns auf nach Friedrichshafen am Bodensee. Das gute Wetter begleitete uns bis zur HAM RADIO auf dem Messegelände in Friedrichshafen.

Und wieder alte Bekannte am Eingangstor....schnell eingecheckt und, diesmal in der Halle4, erwartete uns bereits Jens - DL7UMA. Noch war die Halle leer und wir wählten uns eine gemütliche Ecke, in der es auch eine Steckdose gab. Auspacken, Aufbauen, Einräumen - fast schon Routine - und ein erster Rundgang.

0006 14Den Tag bis zum offiziellen Messebeginn nutzten wir für eine Fahrt nach Lindau, auf die Halbinsel und der gleichnamigen Stadt. Ja, ja, da waren wir im vorigen Jahr auch schon, aber Moni hatte etwas vergessen und da mussten wir eben hin, ganz einfach!

Am Mittwoch nachmittag kamen auch noch Gaston-DL9TZ und Jens-DD6UWT, zu unserer aller Überraschung, mit dem Transporter. Aber es war auch eine freudige Überraschung, denn damit waren unsere Transportprobleme nach Berlin hinsichtlich unserer Zukäufe und sonstigen Mitbringsel gelöst.

Am Donnerstag baute der Flohmarkt auf und wer das schon mal miterlebt hat, weiß, dass mit dem Aufbau auch die Verkäufe, mindestens aber die visuellen Vorsortierungen beginnen. Bald hatten auch wir unsere Zielpunkte für die nächsten Tage festgelegt. Als dann der große " Rummel" losging, konnten wir zielgerichtet vorgehen und hatten in kürzester Frist alles erledigt, was auf dem Plan stand und konnten die so gewonnene Zeit nutzen, uns umfassend zu informieren und alte Bekannte (u.a. Das Log) zu besuchen. Über das Messegeschehen, d.h. die HAMtronic und HAM RADIO möchte ich mich nicht weiter auslassen. Wer noch nie hier war, sollte es wenigstens einmal probieren, dabei zusein. Bisher war es jedenfalls immer noch ein reizvoller Höhepunkt für die Funkamateure und sonstigen Funkfreunde aus ganz Europa und auch Übersee. Was uns daran gefallen hatte, war die Feldlager-Atmosphäre und Ungezwungenheit, gepaart mit Kreativität und hoher Selbstdisziplin.

Ja, ich gebrauchte eben das Wort "hatte" , denn ab dem Jahr 2001 wird die HAM RADIO/HAMtronic-Messe nicht mehr auf dem bisherigen traditionellen Messegelände sein, sondern auf einem neu angelegten Messeareal am Flugplatz. Wir wissen nicht, was uns dort erwartet, aber auch schon in den letzten Jahren auf dem alten Messegelände war zu spüren, dass die Organisation der HAM RADIO/HAMtronic mehr und mehr den Schwerpunkt auf Kommerz legte. Wir befürchten, dass auf dem neuen Messegelände der Kommerz überwiegen wird, um auch die Kosten für solch eine Veranstaltung zu decken oder wenigstens zu minimieren. Ein sicherlich verständlicher Grund, wenn man bedenkt, dass derartige Veranstaltungen in den USA oder Japan durch zahlungskräftige Sponsoren aus der Wirtschaft unterstützt werden, die allerdings dann je nach Anteil auch der Veranstaltung ihren "Stempel" aufdrücken. Das muss nicht schädlich sein, wenn noch genügend Spielraum für die HAM’s bleiben. Wir haben uns vorgenommen, das nächste Jahr höchstens eine Stippvisite dorthin zu machen, um zu sehen wie es dort so abläuft. Aber zurück zur HAM RADIO 2000...!Unser Zeitfonds erlaubte es uns, Ausflüge in die Umgebung zu machen.

Da Gaston-DL9TZ und Jens-DD6UWT nicht bis ganz zum Urlaubsende bleiben konnten, sollten sie wenigstens den Hammerhof noch kennen lernen. Die regelmäßigen Leser unserer Reiseberichte werden sich noch erinnern, dass ich im vergangenem Jahr begeistert von dem Bauernhof "Hammerhof" berichtet habe. Wir wollten diese Eindrücke den beiden nicht vorenthalten und deshalb sind wir mit ihnen an einem Nachmittag hingefahren. Nun, fragt sie selbst, wie sie das alles dort erlebt haben. Die Leute vom Hammerhof können sich noch gut an die Berliner Funkamateure erinnern - im besten Sinne.

0006 15Am Samstag war dann das traditionelle Kleine JAIG-Treffen auf der Ham Radio. Wir trafen wieder viele Bekannte, u.a. auch Gerd und Gosza, mit denen wir zusammen in Japan waren. Natürlich auch Erika, Kuni und Coco. Ihren unermüdlichen Bemühungen ist es zu danken, dass wir uns jedes Jahr hier treffen können. Allerdings waren dieses mal nicht so viele gekommen, desto größer war die Chance, mit jedem mal zu sprechen.

Und das war dann auch unsere letzte Aktion auf der HAM RADIO 2000.


Ende Teil 3...... Fortsetzung folgt

 

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