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Öffentlichkeitsarbeit???


Im Vorfeld unserer Jahresplanung für 1997 hatten wir ein Funkwochenende auf Hans, DD6JM, seinem Grundstück geplant.
Da im August dort der 1. Hohenschönhausener Gartenlauf stattfinden sollte, wurde Hans vom Vorstand der Gartensiedlung gebeten, ob wir den Funkbetrieb nicht vom geplanten Festplatz aus machen könnten.
Warum eigentlich nicht, dachten wir uns, etwas Öffentlichkeitsarbeit für den Amaterufunk kann nie schaden.

Die eigentliche Veranstaltung sollte erst am Sonntag stattfinden, trotzdem wollten wir schon am Samstag alles soweit wie möglich aufbauen.
Jens-DD6UWT, Hans-DD6JM und Thomas-DD6UTS fuhren am Samstag morgen nach Gosen um die Masten, Pavillons und diverses Zubehör zu holen. Außerdem mußte ja noch einiges für den abendlichen "Grillbetrieb" eingekauft werden.

In der Kleingartensiedlung eingetroffen, wurde als erstes die Verpflegung in Hans seinem Kühlschrank eingelagert. Auch hatten wir uns eine kleine Pause verdient. Das Thermometer zeigte schon wieder "unbarmherzige" Temperaturen an.

Nach dem leeren von einigen Packs Eistees wurde dann mit dem Aufbau begonnen. Wie üblich wurde zuerst der Pavillon errichtet. Der zweite rollte erst später mit Ulf-DD6ULF an, welchen er dann als ständiges Inventar für DFØBLM übergab.

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9708 12Es wurden zwei Masten aufgebaut.
Einer mit einem Rundstrahler für 2m/70cm, einer 10ele vertikal polarisiert für 2m, und einer Doppelquad für 70cm in Richtung Luckau.9708 13

Bei der 10ele stellten wir nach dem Aufbau fest, das das SWR weit über 10 lag. Also wurde der Mast wieder umgelegt und wir stellten fest, das der Anschluß des Dipols nicht mehr mit dem üblichen Adapter versehen war. Ein messen des SWR´s ergab ein Verhältnis von 1:1,6. Damit konnte man eigentlich leben, wir wollten eh keine DX-Verbindungen an diesem Tage durchführen.

Mittlerweise trudelte dann auch der Rest ein: Ralf-DD6UDS, Gaston-DD6UGR, Olaf-DL7UND , Ulf-DD6ULF sowie Christian-DE7OME. So konnte mit vereinten Kräften der erste Mast wieder in die Höhe geschoben werden. Nun kontrollierten wir nochmals das SWR..... Das Meßgerät zeigte uns 1:3,2!
Jetzt fiel uns ein, das wir die Yagis bisher nur horizontal benutzt hatten und nun durch die vertikale Montage der Mast als solches natürlich die Antenne ungemein beinflusste. So mußten wir halt damit leben.

Olaf baute noch seinen Homemade-Dipol auf, welcher sich beim allerersten Aufbau ersteinmal in seine Einzelteile zerlegte.
So gerüstet konnte ja morgen gar nichts schieflaufen, HI

Den Abend ließen wir mit Grillen und Flüssigkeit zum löschen in Ruhe ausklingen, denn zu spät wollten wir nicht aufstehen, denn die Funktechnik sollte erst am Sonntag aufgebaut werden.

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns dann an die Arbeit.
Es wurde eine Kurzwellenstation sowie ein EKD für den Kurzwellenempfang aufgebaut. Für den SSTV-Betrieb hatten wir zwei Rechner in Betrieb. Der zweite war für die Kontrolle des eigenen Sendebildes gedacht. Aber irgendwie war wohl Murphy diesmal mit bei unserer Veranstaltung. Erst wollte ein Monitor nicht richtig arbeiten, dann spielte ein Modem mit der Software nicht richtig zusammen.

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Der dritte Rechner war für Packet Radio gedacht. Dort hatten wir 2 Anbindungen:

9k6 nach DBØBLO und
1k2 nach DBØBLN.

Gaston schaffte sich dann auch wieder im WCONVERS und es konnten dadurch auch einige Kurzwellen-Skeds vereinbart werden.
Ansonsten war alles andere mehr als "ruhig". Nach Luckau (R4, DBØJLF) hatten wir etliche Probleme, auch sonst schien unserer Aufbauplatz ein mächtiges HF-Loch zu sein.

9708 10Auch das Interesse der Besucher des Gartenlaufes war nicht gerade als umwerfend zu betrachten. Der eigentliche Lauf, welcher um 10.00 Uhr begann, war noch ganz gut besucht. Das anschließende "Rahmenprogramm" lief auch nur ca. 30 Minuten. Danach schien es wohl alle zu Mittagessen zu ziehen. Und bei den herrschenden Temperaturen (28° C im Schatten) war es nicht verwunderlich, das danach keiner mehr auftauchte.

Ab 15.00 Uhr hielt uns dann auch nichts mehr und wir begannen mit dem Abbau. Hans war so nett, und wir durften die aus Gosen geholten "Kleinteile" in seinem Garten lassen, so das wir uns wenigstens diesen Weg sparen konnten.
Auch wenn die Veranstaltung nicht den gewünschten Effekt brachte, hat man sich zumindest im Auf- und Abbau mal wieder geübt.

Die nächste Aktion wird auf jeden Fall wieder ergiebiger........

....... es wartet ja schon der VHF-Region 1-Contest

 

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