logo

Dieser Field-Day war sozusagen die heiße Erprobung des Standortes Harnekop aus funkphysikalischer Sicht.

96 05

Es wurden während des Field-Days alle uns zur Verfügung stehenden Betriebsarten aktiviert: Kurzwelle(SSB+CW), VHF/UHF/SHF-Bänder mit FM, SSB, SSTV, FAX und Packet-Radio.


96 06Entsprechend viele Antennen wurden aufgebaut. Es wurde nach Herzenslust gebastelt und probiert. Alle Betriebsarten konnten bestätigte QSO's nachweisen. Das beeindruckendste Ergebnis bescherte uns die Kurzwelle: ein 20m-SSB-QSO zum Indischen Ozean mit einer maritim-mobilen Station.

96 07Diese Station wurde gearbeitet mit 40W Ausgangsleistung an unserem Transeiver, einem 10-Meter-Antennenmast als Groundplane angematcht, mit 10 Drahtenden a'10m als Radiale vom Fußpunkt des Antennenmastes ausgelegt.96 09

Auch in anderer Hinsicht zeichnete sich eine erfolgversprechende Tendenz ab: In Vorbereitung dieses Field-Day haben wir diesen in vieler Hinsicht interessanten Standort im PR-Netz popularisiert, in der Hoffnung, daß es viele lesen und weitererzählen.96 08 Offensichtlich ist dieses Konzept aufgegangen, denn während unserer QSO's wurden wir immer wieder gefragt, wie man hier hinfindet. Auch der übrige "Buschfunk" schien zu funktionieren und so konnten wir während der 4 Tage eine Menge Besucher begrüßen. Prominentester Besucher an diesem Wochenende waren DD4NC, Carl-Maria, mit seiner XYL DD4NAS, Ingeborg. Beide waren anläßlich der ILA'96 nach Berlin gekommen und haben es sich nicht nehmen lassen, uns einen Besuch abzustatten. Auch sie waren begeistert von diesem Standort und den Möglichkeiten, die sich hier boten. Selbst das Wetter schien extra für uns gemacht gemacht zu sein. Nur einmal überraschte uns ein Gewitter: Am späten Freitagnachmittag, wir waren alle fürchterlich beschäftigt und haben das aufziehende Gewitter einfach ignoriert, machte uns ein heftiger Windstoß auf die bevorstehende Situation aufmerksam. Nun setzte ein emsiges Treiben ein: Seile wurden straffgezogen, andere gelockert (die, die an Bäumen befestigt waren), Mast- und Anlagenerdungen wurden überprüft......... und schon fing es an zu regnen....zu gießen und der Wind wurde zum Sturm. Ich kann Euch sagen, so schnell hatten wir noch nie ein Zelt abgebaut und unsere Anlagen ins Trockene gebracht! Leider habe ich bei dieser Aktion meine Mütze verloren. Der Sturm hat sie wahrscheinlich einige Kilometer weiter wieder abgelegt. Schade, es war eine zünftige Kopfbedeckung....HI! Wir haben uns dann die "Gewittershow" bei einer heißen Tasse Kaffee angeschaut. Es war beeindruckend!

96 10Bis auf diese kleine Unterbrechung und einem außerplanmäßigen Zeckenbefall verlief eigentlich alles wunschgemäß und so konnten wir nach Ablauf dieser ersten 4Tage auf unserem neuen Field-Day-Standort Zufriedenheit bei allen Beteiligten konstatieren. Noch vor Ort wurden die nächsten Pläne geschmiedet............ . Der nächste Field-Day sollte 6 Wochen später stattfinden. Den Nutzungsvertrag hatten wir inzwischen in der Tasche und so ging es dann an dem geplanten Wochenende wieder auf Reisen, frohen Mutes zu unserem Field-Day-Standort Harnekop.
Als wir dort ankamen, staunten wir nicht schlecht: Das Gelände war "verriegelt und verrammelt" und hinter dem Tor war eine Wache. Nach dem ersten Schock versuchten wir eine sinnvolle Erklärung zu finden. Aber nach dem Gespräch mit der Wache wurde der Schock noch größer. Was war geschehen? In den letzten 4 Wochen hatte hier der Pächter gewechselt. Und der neue Pächter hatte alle bestehenden Verträge gekündigt - einseitig. Die Hintergründe dieser Vorgänge sollten wir erst viel später erfahren. Auf jeden Fall konnte bis auf weiteres hier kein Field-Day mehr stattfinden. Wir mußten unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren. Die Enttäuschung war verständlicherweise riesig groß.
In den darauffolgenden Wochen wurde ein Gesprächstermin mit dem neuen Pächter erkämpft. Man sagte uns eine Prüfung unserer Angelegenheit zu. Das Ergebnis war: Wir sind unerwünscht auf diesem Gelände. Man gab uns indirekt zu verstehen, daß Fremde (sprich: die Öffentlichkeit) nicht so gern gesehen werden. Nun, heute wissen wir warum: illegale Müllentsorgung - dabei kann man natürlich kein Publikum gebrauchen! (s.a.ORB-TV-Sendung"Klartext" vom 12.11.1996, 21.øøUhr)

Aber bevor das alles öffentlich wurde , hatten wir die Möglichkeit, unsere dort gelagerte Ausrüstung wieder abzuholen. Denn in der Zwischenzeit haben wir neue Höhen "erobert" und unsere neuen Gastgeber sind bei weitem freundlicher und gegenüber unserem Anliegen aufgeschlossener als die zuletzt genannten.
Unser nächster Field-Day: 06.-08.09. 1996 auf den Gosener Bergen! Ja, wie schon gesagt: Organisation ist alles! Also - auf ein Neues...!


Willfried, DD6UMW

© 2019 Funkzentrum In Media e. V.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen