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18:18 MOSKAU, 30. März  Die jüngsten Angaben von europäischen Klimatologen und Astronomen könnten womöglich bei der Suche nach der Ursache des Klimawandels weiterhelfen.
Die Rede ist von der so genannten globalen Verdunkelung (Global Dimming), das heißt einer in letzter Zeit zu beobachtenden deutlich nachlassenden Intensität des Sonnenlichts, das die Erde erreicht. Allerdings stimmt die widersprüchliche Deutung dieser Erscheinung in der internationalen Forschergemeinschaft nicht gerade optimistisch. Anders ausgedrückt: Es gibt keine Antwort auf die wichtigste beunruhigende Frage: Was für uns gut und was schlecht ist?

Vom Sonnenlichtmangel wird bereits seit langem und auf allen Kontinenten gesprochen. Die jüngsten Angaben aus Großbritannien beweisen, wie in der "The Guardian" zu lesen ist, davon, dass in den letzten Jahren die Quantität des Sonnenlichts, das die Erdoberfläche erreicht, um 20 Prozent zurückgegangen ist.

Die Amerikaner, die seit mehr als einem halben Jahrhundert die Veränderungen des Sonnenlichts messen, haben festgestellt, dass seit Ende der 50er bis Anfang der 90er Jahre sich die Intensität der Sonnenlichts, das die Erdoberfläche erreicht, um zehn Prozent vermindert hat.

Einige Regionen, zum Beispiel Asien und Europa, bekommen noch weniger Sonnenlicht ab. In Hongkong erst ist es um ganze 37 Prozent dunkler geworden! Der Rückgang des Sonnenlichts über dem postsowjetischen Raum wird auf 20 Prozent geschätzt.

Die Ursache des neuen Unheils sehen viele in der maßlosen Umgestaltung der Umwelt durch Menschenhand. Doch nach Ansicht des Ökogeologen Alexej Dmitrijew (Russland) ist die eigentliche Ursache im Weltall zu suchen.

Aufgrund mathematischer Analysen zur Erforschung des Zusammenwirkens zwischen der Erde und dem Weltall behauptet Prof. Dmitrijew, dass sich die Atmosphäre nicht nur der Erde, sondern auch anderer Planeten des Sonnensystems wegen kosmischer Prozesse verändere.

Das rühre daher, dass das Sonnensystem gegenwärtig in einer "Wasserstoffblase" liege. Damit sind auch NASA-Forscher einverstanden, die bereits im Juni 1999 entsprechende Angaben veröffentlichten. Die Zunahme des Wasserstoffgehalts im interplanetaren Raum und im ganzen Sonnensystem bedeute, dass die Geschwindigkeit des Stoff-, Energie- und Informationsaustauschs zwischen der Erde und der Sonne steil angestiegen sei.

Die ständige Eindringen von zusätzlichen Energien und Stoffen in die Erdatmosphäre löse die Veränderungen aus, die wir um uns beobachten. Darunter auch die globale Verdunkelung.

Nach Meinung britischer Wissenschaftler ziehe der Verdunkelungsprozess ernsthafte Folgen für unsere Zivilisation nach sich. Wegen des Sonnenlichtmangels könne alles eingehen, was wächst, außerdem werde der Brennstoffverbrauch für Beleuchtungszwecke rapide zunehmen.

Das seinerseits werde zum Anstieg der Emission von Kohlendioxid in die Atmosphäre und als Folge zur Intensivierung des Treibhauseffekts, das heißt zu einer noch größeren Klimaerwärmung, führen.

Ganz anders sehen die schweizerischen Wissenschaftler das Verdunkelungsproblem. Ihrer Schlussfolgerung zufolge weicht die Dunkelheit, die in den letzten Jahrzehnten die Erde immer mehr umhüllt, zurück. Das könnte für das Klima der gesamten Erde furchtbare Folgen haben.

Die Schweizer sind davon überzeugt, dass das Phänomen der globalen Verdunkelung abnehme, und die rasante Intensivierung des Treibhauseffekts, der zur globalen Erwärmung führe, werde von nichts mehr zurückgehalten.

Wie einige früher durchgeführte unabhängige Untersuchungen ergeben, hat sich die Quantität des Sonnenlichts, das die Erdoberfläche erreicht, bedeutend verringert, wobei sich dieser Trend zumindest seit den 60er Jahren habe beobachten lassen.

Die Wirkung dieses Phänomens habe die globale Erwärmung "maskiert", weshalb die Ausmaße des Treibhauseffekts unterschätzt worden seien. In den letzten Jahren aber weiche die rettende Verdunkelung zurück.

Die Ergebnisse einiger neuer Forschungen am Institut für Atmosphäre und Klima an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich zeugen davon, dass sich seit den 80er Jahren die Entwicklung des Effekts der globalen Verdunkelung allmählich verlangsamt und in den 90er Jahren gänzlich aufgehört hat.

Schlimmer noch, auf der gesamten Erde hat sich eine umgekehrte Tendenz abgezeichnet: der Effekt der zunehmenden Helligkeit. Das entspricht den in derselben Periode festgestellten Veränderungen in der Bewölkung auf der Erde und im Verschmutzungsgrad der Atmosphäre, das heißt in den wichtigsten Faktoren, die die Quantität des Lichts, das die Erdoberfläche erreichen kann, bestimmt. Die Folgen dieser Erscheinung werden sich nach Ansicht der Wissenschaftler schon früh auswirken.

Ihrer Meinung nach ist der Effekt der globalen Verdunkelung bis in die 80er Jahre teilweise durch den Treibhauseffekt, der zur globalen Erwärmung führe, ausgeglichen worden. Jetzt aber gehöre die rettende Wirkung des Global Dimming der Vergangenheit an.

Das stimme mit dem Fakt überein, dass der Treibhauseffekt seit den 90er Jahren immer deutlicher zutage trete. Die nicht mehr eingeschränkte Erwärmung kann die durchschnittliche Temperatur bis 2010 um zehn Grad ansteigen lassen. Das seinerseits könne für das Leben auf der Erde schwerste Folgen haben.

Die Unterschiede in den Meinungen über globale Probleme des Lebens auf der Erde zeugen davon, dass wir erst die Erde als Teil des Weltalls zu erkennen beginnen.


18:18 MOSKAU, 30. März (Andrej Kisljakow für RIA Novosti). Die jüngsten Angaben von europäischen Klimatologen und Astronomen könnten womöglich bei der Suche nach der Ursache des Klimawandels weiterhelfen.

Die Rede ist von der so genannten globalen Verdunkelung (Global Dimming), das heißt einer in letzter Zeit zu beobachtenden deutlich nachlassenden Intensität des Sonnenlichts, das die Erde erreicht.

Allerdings stimmt die widersprüchliche Deutung dieser Erscheinung in der internationalen Forschergemeinschaft nicht gerade optimistisch. Anders ausgedrückt: Es gibt keine Antwort auf die wichtigste beunruhigende Frage: Was für uns gut und was schlecht ist?

Vom Sonnenlichtmangel wird bereits seit langem und auf allen Kontinenten gesprochen. Die jüngsten Angaben aus Großbritannien beweisen, wie in der "The Guardian" zu lesen ist, davon, dass in den letzten Jahren die Quantität des Sonnenlichts, das die Erdoberfläche erreicht, um 20 Prozent zurückgegangen ist.

Die Amerikaner, die seit mehr als einem halben Jahrhundert die Veränderungen des Sonnenlichts messen, haben festgestellt, dass seit Ende der 50er bis Anfang der 90er Jahre sich die Intensität der Sonnenlichts, das die Erdoberfläche erreicht, um zehn Prozent vermindert hat.

Einige Regionen, zum Beispiel Asien und Europa, bekommen noch weniger Sonnenlicht ab. In Hongkong erst ist es um ganze 37 Prozent dunkler geworden! Der Rückgang des Sonnenlichts über dem postsowjetischen Raum wird auf 20 Prozent geschätzt.

Die Ursache des neuen Unheils sehen viele in der maßlosen Umgestaltung der Umwelt durch Menschenhand. Doch nach Ansicht des Ökogeologen Alexej Dmitrijew (Russland) ist die eigentliche Ursache im Weltall zu suchen.

Aufgrund mathematischer Analysen zur Erforschung des Zusammenwirkens zwischen der Erde und dem Weltall behauptet Prof. Dmitrijew, dass sich die Atmosphäre nicht nur der Erde, sondern auch anderer Planeten des Sonnensystems wegen kosmischer Prozesse verändere.

Das rühre daher, dass das Sonnensystem gegenwärtig in einer "Wasserstoffblase" liege. Damit sind auch NASA-Forscher einverstanden, die bereits im Juni 1999 entsprechende Angaben veröffentlichten. Die Zunahme des Wasserstoffgehalts im interplanetaren Raum und im ganzen Sonnensystem bedeute, dass die Geschwindigkeit des Stoff-, Energie- und Informationsaustauschs zwischen der Erde und der Sonne steil angestiegen sei.

Die ständige Eindringen von zusätzlichen Energien und Stoffen in die Erdatmosphäre löse die Veränderungen aus, die wir um uns beobachten. Darunter auch die globale Verdunkelung.

Nach Meinung britischer Wissenschaftler ziehe der Verdunkelungsprozess ernsthafte Folgen für unsere Zivilisation nach sich. Wegen des Sonnenlichtmangels könne alles eingehen, was wächst, außerdem werde der Brennstoffverbrauch für Beleuchtungszwecke rapide zunehmen.

Das seinerseits werde zum Anstieg der Emission von Kohlendioxid in die Atmosphäre und als Folge zur Intensivierung des Treibhauseffekts, das heißt zu einer noch größeren Klimaerwärmung, führen.

Ganz anders sehen die schweizerischen Wissenschaftler das Verdunkelungsproblem. Ihrer Schlussfolgerung zufolge weicht die Dunkelheit, die in den letzten Jahrzehnten die Erde immer mehr umhüllt, zurück. Das könnte für das Klima der gesamten Erde furchtbare Folgen haben.

Die Schweizer sind davon überzeugt, dass das Phänomen der globalen Verdunkelung abnehme, und die rasante Intensivierung des Treibhauseffekts, der zur globalen Erwärmung führe, werde von nichts mehr zurückgehalten.

Wie einige früher durchgeführte unabhängige Untersuchungen ergeben, hat sich die Quantität des Sonnenlichts, das die Erdoberfläche erreicht, bedeutend verringert, wobei sich dieser Trend zumindest seit den 60er Jahren habe beobachten lassen.

Die Wirkung dieses Phänomens habe die globale Erwärmung "maskiert", weshalb die Ausmaße des Treibhauseffekts unterschätzt worden seien. In den letzten Jahren aber weiche die rettende Verdunkelung zurück.

Die Ergebnisse einiger neuer Forschungen am Institut für Atmosphäre und Klima an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich zeugen davon, dass sich seit den 80er Jahren die Entwicklung des Effekts der globalen Verdunkelung allmählich verlangsamt und in den 90er Jahren gänzlich aufgehört hat.

Schlimmer noch, auf der gesamten Erde hat sich eine umgekehrte Tendenz abgezeichnet: der Effekt der zunehmenden Helligkeit. Das entspricht den in derselben Periode festgestellten Veränderungen in der Bewölkung auf der Erde und im Verschmutzungsgrad der Atmosphäre, das heißt in den wichtigsten Faktoren, die die Quantität des Lichts, das die Erdoberfläche erreichen kann, bestimmt. Die Folgen dieser Erscheinung werden sich nach Ansicht der Wissenschaftler schon früh auswirken.

Ihrer Meinung nach ist der Effekt der globalen Verdunkelung bis in die 80er Jahre teilweise durch den Treibhauseffekt, der zur globalen Erwärmung führe, ausgeglichen worden. Jetzt aber gehöre die rettende Wirkung des Global Dimming der Vergangenheit an.

Das stimme mit dem Fakt überein, dass der Treibhauseffekt seit den 90er Jahren immer deutlicher zutage trete. Die nicht mehr eingeschränkte Erwärmung kann die durchschnittliche Temperatur bis 2010 um zehn Grad ansteigen lassen. Das seinerseits könne für das Leben auf der Erde schwerste Folgen haben.

Die Unterschiede in den Meinungen über globale Probleme des Lebens auf der Erde zeugen davon, dass wir erst die Erde als Teil des Weltalls zu erkennen beginnen.

von Andrej Kisljakow für RIA Novosti

Die Meinung des Verfassers muss nicht mit der von RIA Novosti übereinstimmen.


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