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Um Kinder für den Amateurfunk zu interessieren und in den OVs mehr Interesse hervorzurufen hier, aus meinen Erfahrungen langjähriger Tätigkeit als Ausbilder, ein paar Ideen zu künftigen Kids Days in DL.

Hinweise auf Traditionen in USA und Links zu deren Webseiten sind besser als nichts, jedoch in der Praxis nicht besonders hilfreich.

Vom DARC gestaltete Flyer als PDF-Datei, zum selbst Ausdrucken, in denen:

- Amateurfunkbetrieb kindgerecht z.B. mit Comicfiguren o.ä. bekannt
  gemacht wird.

- Platzhalter, in denen der Veranstalter die Ansprechpartner im Ort,
  Adressen, Rufnummern, URLs usw. selbst hineinsetzen kann.

- Ein "Kids Day Diplom" mit DARC-Raute als ein DEUTSCHES DIPLOM zum
  Download anbieten, in das auch (wie die US-Variante) der Name des
  Kindes und weiter vielleicht neben dem Datum des Kidsday, die Orte
  der erfolgreichen Funkkontakte o.ä.m. eingeschrieben werden können.

- In der "CQ DL", Rundsprüchen und OV-Infos, KONKRET die Frequenzen,
  Zeiten usw. für deutschsprachige Kontakte zwischen DN-Stationen
  festlegen. Zufalls-QSOs mit anrufenden OPs bringen wenig oder nix!

- Die Kinder sollten, nach kurzer Einweisung, unter dem DN-Call Name,
  Standort, Alter und vielleicht Klassenstufe oder den Schulnamen dem
  QSO-Partner übermitteln.
  Das sind Dinge, die aus ihrem Erleben kommen und auf das sie oft
  auch stolz sind. Die "Lieblingsfarbe" benennen, wie in den USA, ist
  Quatsch! (Mein Sohn hat viele Kids Day-QSOs unter DN3JB gefahren
  und sah die Lieblingsfarbe jemandem Fremden mitzuteilen als völlig
  uninteressant/dumm an.)

- Auch Wettbewerbe, wie der "Brandenburger Hörerwettbewerb", an dem in
  einem bestimmten Zeitraum auf 80m möglichst viele, in QSOs genannten
  speziellen, Kennworte der beteiligten Funkamateure aufgeschrieben
  werden, was dann zu einer Art Kontest-Diplom für alle beteiligten
  Kinder führt, ist notwendig! Die QSO-Partys bieten sich dazu auch an.
  Ich bin über eine solche Aktion (HADM) aus dem Jahre 62 zum Amateur-
  funk gekommen.

Schüler ab 9. Klasse sind nur noch selten und dann über die Physik-Fachlehrer, die Funkamateure sind und/oder Schulstationen für den Afu zu interessieren.
In den Aufbau und gezielte (auch aufwändige, finanzielle) Unterstützung für Schulstationen sollte der DARC seine ganze Kraft einsetzen um über die Ausbildung hinweg junge Mitglieder zu gewinnen und damit als Verein zu überleben.
Die Reihenfolge: Interesse wecken, volle DN-Call Nutzung an Klub-und Schulstationen, dann DO-Lehrgang, dabei Vorteile der DARC-Mitgliedschaft aufzeigen, sollte eingehalten werden um die Kids und deren Eltern nicht zu verschrecken.
Die Mitgliedsgebühren sollten bis zu einem Alter von 18 Jahren erlassen werden.
Die "CQ DL" sollte aber für das "Schnuppermitglied ohne Mitgliedsbeitrag" über ein Abonnement (über den OV) zu bekommen sein.

Kommt bitte aus dem jahrelangen Trott der mühseligen Mitgliedergewinnung über wenige engagierte Mitglieder in den OVs und dem "Klein-Klein" heraus.
Hier ist eine richtige Offensive gefragt.
Zwei "Kids Days" (Frühjahr und Herbst) z.B. unter Realisierung der hier aufgezeigten Möglichkeiten für Kids bis 12 Jahre und zwei Hörer-Conteste für Kinder OHNE SWL-Nummer (!) könnten problemlos organisiert und den OVs als besondere Aktivität nahegelegt werden.
Eine kostenlose Software für diesen Contest würde die HAMCrew um DL0HAM natürlich wieder zur Verfügung stellen. Damit ist auch das PC-begeisterte Kind bzw. Jugendliche besonders zu motivieren. Ein Download eines Contest-Diploms mit Ergebnis, wie beim WAG praktiziert, wäre zeitgemäß und bei der heutigen Verbreitung des WWW durch Eltern, Verwandte oder durch die Kids selbst, kein Problem. Das alles muss man natürlich richtig doll WOLLEN!

73 de Horst,
DM2FDO/DL0HAM

(übernommen mit freundlicher Genehmigung von DM2FDO)

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