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Zwischen dem JAIG-Treffen in Leipzig und meinem Urlaub im August gab es solch‘ wichtige Ereignisse, wie Himmelfahrt, Pfingsten und den einen oder anderen ganz normalen Arbeitswahnsinn.
Aber es kommt dann der letzte Tag der Arbeit vor dem ersten Tag des Urlaubs - ein schöner Tag !

Meine XYL und ich waren uns einig - wir fahren wieder in die Berge, in die Gosener Berge. Nach der Hektik der Stadt lechzten wir nun nach Ruhe und Abgeschiedenheit der Natur. Die ersten Tage waren anstrengend, weil die tiefe Stille anfangs verdammt stressig war. Aber wir haben uns ganz schnell daran gewöhnt und fortan genossen wir unser Dasein.

Da meine XYL und ich ein eingespieltes Team sind , wurde fast nichts dem Zufall überlassen.

Im Urlaub legen wir weniger Wert auf eine tägliche Modenschau. Deshalb haben wir weniger Klamotten mitgenommen, als viel mehr die Dinge und Zubehör, mit denen wir uns schon immer beschäftigen wollten aber es aus Zeitgründen zu Hause nie schafften.

Ja, klar, wenn ich in Gosen bin, geht es mir hauptsächlich um das Thema Amateurfunk, insbesondere natürlich um unsere Station DFØBLM.
Unser Urlaubstermin war lange vorher bekannt und so ist es dann auch nicht verwunderlich, dass noch andere bekannte OM’s unseres Ortsverbandes diese Gelegenheit nutzten. Und so ergab es sich dann, dass fast 3 Wochen lang täglich ein kleines Team von DFØBLM vor Ort war. Insbesondere unsere Gastgeber profitierten davon, denn in einem Hotel geht schon mal ein Fernseher kaputt, eine Beschallungsanlage spielt nicht so wie sie soll, der PC spinnt mal wieder usw., usw.....


Schön, wenn man gebraucht wird ................, aber eigentlich wollten wir Urlaub machen.

Ich geb’s ja zu, es hat auch Spass gemacht und dem Images hat auch nicht geschadet, also was soll’s !

Urlaub haben wir trotzdem gemacht und dazu gehörte wenigstens jeden zweiten Abend Grillen.

Ich sagte schon, dass unsere Station ganz besonderer Pflege und Zuwendung während des Urlaubs genoss.

Sobald es die Zeit und meine XYL zuließ, wurde in der Station gebaut. Manchmal war es ganz schön heftig und Schweiss war das wenigste, was es uns gekostet hat. Die Fortschritte können sich aber sehen lassen!

 

Zum richtigen Urlaub gehört natürlich auch das richtige Wetter. Das brauchten wir uns dieses mal nicht basteln, das gab’s umsonst – reichlich Sonne !


An genau so einen sonnigen Tag machten wir uns auf den Weg nach Brand, dem Cargo-Lifter-Standort südlich von Berlin. Dieser Ort war auf den Karten, die wir zur Verfügung hatten, nicht verzeichnet. Deshalb brauchten wir unterwegs eine Orientierungshilfe:  Wir fragten vermeintlich Einheimische und die sagten uns dann, wir stünden schon dicht davor. In der Tat brauchten wir nur noch über eine Brücke die Autobahn queren und nach 300 m waren wir "Vor Ort". Ein großer Parkplatz, ein typischer Eingang für diese modernen Technologieparks, Bürocontainer und viel Grün. Nun ja, erstmal war nicht viel zu sehen. Nachdem wir rausgekriegt hatten , wo es was zu Essen und die Eintrittskarten gab, folgten wir den anderen Besuchern in Richtung einer großen Glasfassade.   Diese war der Eingang, sozusagen die Schleuse in das eigentliche Cargo-Lifter-Areal. Diese Schleuse war ein modern ausgebauter oberirdischer ehemaliger Flugzeughangar. Hier gab es Modelle, Zeichnungen, Fotos und eine riesige Video-Leinwand, auf der alle 30min ein Film über dieses grandiose Projekt lief.

Nachdem wir das alles hinter uns gebracht hatten, betraten wir auf der anderen Seite der "Schleuse" das Areal des Cargo-Lifters. Ein Bus erwartete uns, um uns zur CL-Halle zu bringen!!!! Hääähh, die paar Meter mit dem Bus fahren???? Die Halle sah man schon hinter den Büschen rumstehen......... " Es sind ca. 3km bis zur Halle. Wir werden knapp 10 min. brauchen!" sagte unsere Begleiterin. Ups, jetzt klappte doch unser Kinn nach unten. Wir und alle andern auch, unterlagen einer optischen Täuschung . Unser Gehirn gaukelte uns statt Größe Nähe vor. Bald sollten wir es begreifen.

Mit dem Bus fuhren wir über ein riesiges Flugplatzgelände, ein ehemaliger sowjetischer/russischer Militärflugplatz, vorbei an alte Bunkeranlagen und Flugzeughangars bis unmittelbar vor diese riesige Halle.
 Da ich mit Filmen und Fotografieren beschäftigt war, bin ich natürlich der letzte gewesen, der die Halle betrat. Mein Gott, ich habe ja schon viele große technische Bauwerke gesehen, aber das hier war einfach genial.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich die richtigen Worte finde, um das alles richtig und angemessen zu beschreiben.

Ein Vergleich ist mir noch in Erinnerung: Die Halle ist so hoch, dass in ihr eine SaturnV-Rakete bequem aufrecht stehen kann. Es gibt eine Menge technischer Details allein nur zum Hallenaufbau, hinter denen Dutzende neue Patente stecken. Nur diese Halle in ihrer Dimension und mit all ihren technischen Lösungen stellt schon eine absolute Weltspitzenleistung dar. So was hat nicht mal die NASA zu bieten.

Die wenigen Details, die wir dann zu hören und zu sehen bekamen zum eigentlichen Luftschiffprojekt, waren nicht weniger beeindruckend. Um so unverständlicher wird das ganze, wenn man hört, dass dieser Technologievorsprung einfach weggeschmissen wird, für‘n Appel und‘n Ei an die Konkurenz verschleudert wird.

Na gut, lassen wir das .........! Also, ich kann nur empfehlen, solange es noch möglich ist, dieses Wunderwerk sich mal anzuschauen, sich begeistern zu lassen von deutscher Ingenieurleistung.

Apropos Ingenieurleistung... Da der Tag so gut begonnen hatte, wollten wir noch eins drauf setzen und nahmen Kurs auf die ehemalige Heeres- u. Luftwaffenerprobungsstelle Kummersdorf. Nach etlichen Suchmanövern gelang es uns tatsächlich bis zum Eingang der Heeresversuchsanstalt vorzudringen. Leider vergebens – nur am Wochenende geöffnet und möglichst mit Voranmeldung. Naja, was soll man sagen....... also, ab nach Hause!

 

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