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Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h. c. mult. Ulrich L. Rohde, N1UL/DJ2LR, hat den „N1UL Ham Antenna Simulator“ entwickelt und stellt ihn für Funkamateure kostenlos zur Verfügung. Aktuell in der Version 1.1, sie ist unter Windows lauffähig. Die Software können Interessierte vom DARC-Server unter www.darc.de/nachrichten/amateurfunkmagazin-cq-dl/ herunterladen (vorheriger Login auf DARC-Webseite erforderlich).

Mit dem umfangreichen Werkzeug steht Funkamateuren und Antennenentwicklern eine beeindruckende Möglichkeit zur Verfügung, unterschiedlichste Antennen präzise zu simulieren, zu analysieren und zu optimieren. Die zahlreichen Funktionen und umfassenden Validierungsprüfungen unterstreichen den hohen wissenschaftlichen und technischen Anspruch dieser Entwicklung. Der Software ist eine ausführliche Dokumentation in Form einer PDF-Datei beigefügt. Inhaltlich ist sie auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau geschrieben. In der Einleitung heißt es: „Der N1UL-Antennensimulator berechnet Drahtantennen beliebiger Form: gerade Drähte, Polygone, Schleifen, Helix‘, glatte Kurven durch vorgegebene Punkte und durch Formeln definierte Kurven, im freien Raum, über perfektem Boden oder über realem Boden, entweder mit Reflexionskoeffizienten oder mit dem exakten Sommerfeld-Nahfeld der Erde für niedrige Antennen sowie gedruckte Antennen auf Leiterplatten mit oder ohne Grundplatte. Ein Netzgenerator unterteilt die Drähte anhand der Wellenlänge, der Krümmung sowie der Positionen von Speisepunkten, Lasten und Verbindungsstellen in Segmente, verbindet die Drähte automatisch miteinander und überprüft die Geometrie. Die Ströme werden mit einer Galerkin-Moment-Methode unter Verwendung stückweise linearer Stromfunktionen und eines Mixed-Potential-Kernels mit analytischer Extraktion des singulären Teils ermittelt. Das Programm gibt die Impedanz am Speisepunkt, das SWR, den Gewinn, das Vor-/Rückverhältnis, die Strahlbreiten, den Wirkungsgrad und den durchschnittlichen Gewinn aus und zeigt dreidimensionale Strahlungsdiagramme, Höhen- und Azimut-Schnitte, Impedanz-Sweeps, ein Smith-Diagramm sowie die Strom- und Spannungsverteilung auf den Drähten an. NEC-2-Eingabedateien werden direkt eingelesen. Benannte Variablen, ein integrierter Optimierer (Differential Evolution) und automatische L-Anpassungsnetzwerke unterstützen den Entwurf, wobei alle Kerne des Prozessors genutzt werden. Fünfzehn Beispielantennen sind dokumentiert, und 95 nachvollziehbare Validierungsprüfungen gegenüber NEC-2, geschlossene Formeln und veröffentlichte Mikrostrip-Ergebnisse, der Bildtheorie sowie veröffentlichte FEKO-Ergebnisse sind in das Programm integriert.“ Der DARC e.V. bedankt sich ganz herzlich bei OM Rohde, N1UL/DJ2LR, für die Entwicklung und Bereitstellung des leistungsfähigen N1UL-Amateurfunk-Antennensimulators.

(Quelle: DARC)

 

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