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Astronomen haben laut Medien zum ersten Mal einen Ausbruch von Radiowellen in der Milchstraße aufgezeichnet, der von einer Röntgenausstrahlung begleitet wurde. Dies teilte dem Fachportal „Science Alert“ der Astronom Shrinivas Kulkarni vom California Institute of Technology mit.

Dieses Phänomen ereignete sich am 28. April 2020. Wissenschaftler haben es mithilfe des kanadischen Radioteleskops des CHIME-Projekts (Canadian Hydrogen Intensity Mapping Experiment) aufgenommen. Die Forscher vermuten, dass der Magnetar SGR 1935 + 2154 die Quelle des Funkausbruchs wurde.

Neutronensterne

Magnetare werden als Neutronensterne klassifiziert, unterscheiden sich jedoch von ihnen durch die Stärke des Magnetfeldes und übertreffen sie manchmal nach diesem Parameter um das Tausendfache. Ein stabiles Signal kann die Frage nach der Herkunftsquelle einzelner schneller Funkbursts (Fast Radio Burst, FRB) beantworten. Dies ist ein extrem starkes Funksignal aus dem tiefen Weltraum - von Galaxien, die sich von uns in einer Entfernung von Millionen von Lichtjahren befinden können.

500 Millionen Mal stärker als Energie der Sonne

Bei solchen Ausbrüchen kann Energie freigesetzt werden, die 500 Millionen Mal stärker ist als die der Sonne. Zugleich dauern solche Ausbrüche weniger als eine Millisekunde und wiederholen sich in der Regel nicht mehr, weshalb es für Wissenschaftler schwierig ist, ihr Auftreten vorherzusagen, zu verfolgen und detailliert zu untersuchen.

Alle zuvor entdeckten Ausbrüche stammten aus anderen Galaxien. Letztere wurde von einer Röntgenausstrahlung begleitet, deren Vorhandensein den Zusammenhang von FRB mit der Aktivität von Magetaren bestätigen kann. Zugleich betonen die Forscher, dass es noch zu früh sei, solche Schlussfolgerungen zu ziehen.

ek/mt/sna

(Quelle: Sputnik Deutschland / Copyright © Sputnik)

 

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