logo

Ein Forschungsteam aus den USA hat eine plausible Erklärung dafür gefunden, dass die oberen Schichten in den Atmosphären von Gasgiganten wie dem Saturn genauso heiß wie die der Erde sind, obwohl die Sonne im Gegensatz zur Erde zu weit von diesen Planeten entfernt ist. Ihre Studie wurde im Fachjournal „Nature Astronomy” veröffentlicht.

Anhand der Daten der Nasa-Raumsonde „Cassini“ hätten die Forscher eine Karte erstellen können, die die Dichte und die Temperatur der oberen Saturn-Atmosphäre abbildet, hieß es. So sei erstmal ein vollständiges Bild der Wärmezirkulation von Pol zu Pol entstanden, wodurch die Astronomen verstehen konnten, wie die elektrischen Polarlichter die obere Saturn-Atmosphäre erwärmen.

Die Polarlichter würden Winde antreiben, die die Energie dann verteilen und die Atmosphäre so erwärmen, so die Erklärung. Elektrische Ströme, die durch Wechselwirkungen zwischen den Sonnenwinden und geladenen Teilchen von Saturnmonden ausgelöst werden, würden die Polarlichter erzeugen.

Mithilfe dieser Daten sei es zum ersten Mal gelungen, die oberen Schichten der Atmosphäre von Pol u Pol zu betrachten und dabei zubeobachten, wie sich die Temperatur mit der Tiefe verändert, sagte Zarah Brown, die Hauptautorin der Studie und Doktorandin am Mond-und Planeten-Laboratorium der Universität von Arizona (USA).

Es sei jedoch eine globale Sicht erforderlich, um eine Dynamk zu definieren, so die Forscherin weiter.

„Cassini“-Mission

Die Sonde der US-Raumbehörde Nasa wurde 1997 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet und war 2004 in der Umlaufbahn des Saturn angekommen. Zum Abschluss der Mission war sie 22 Mal zwischen dem Planeten und seinen Ringen hindurchgetaucht – das ist eine Region, in der zuvor noch nie eine Sonde war. An der rund 3,2 Milliarden Dollar teuren Mission waren Tausende Mitarbeiter aus 17 Ländern beteiligt. Im Herbst 2017 war die Sonde auf den Saturn gestürzt. Doch noch zwei Jahre danach war berichtet worden, „Cassini“ habe weitere Daten vom dem Planeten geliefert.

pd/sb

(Quelle: Sputnik Deutschland / Copyright © Sputnik)

 

© 2020 Funkzentrum In Media e. V.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.