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0704 01

...der Mast ist richtig...
...die Leiter ist richtig...
und...warum laufen sie alle weg?

0704 02
Aha, die Antenne wird zusammen
gebaut,
äh, ich meine zusammengebaut!
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Olaf beim durchfädeln
durch die Abspannseile:
... und links herum und
da unten durch ...

0704 04
Hey, hast Du meinen Kopf
gesehen?
Der muss da irgendwo liegen !
0704 05
Ja, die künstlerische Note
ist eine 2+ ... oder?
0704 06
Phantastisch, Du kannst jetzt
loslassen!

Der Wiederaufbau der Clubstation ist das zur Zeit beherrschende Thema unserer Aktivitäten im Verein. So auch an diesem denkwürdigen Wochenende, am 14.04. und 15.04.2007.
Wir, damit meine ich Tom, DH7TS, und Willy, DD6UMW, fuhren wie immer Samstag früh nach Gosen. Es ist schon zu einem schönen Ritual geworden: Bevor wir hochfahren zur Station, kehren wir erst beim Bäcker Just ein und nehmen frische Brötchen, Brot und Kuchen mit. So auch dieses mal.
In der Station haben wir uns auch gleich an die Arbeit gemacht. Bevor wir jedoch handwerklich tätig wurden musste noch etwas Papierkram erledigt werden: Die Anmeldung des Standortes für den Betrieb im 50-MHz-Bereich bei der Bundesnetzagentur. Dieses war nötig, weil Siggi, DM2AYO, uns angeboten hatte, einen 4-Elemente-Yagi für das 6m-Band mit zubringen.
Das war schnell erledigt und wir wandten uns den handwerklichen Aktivitäten zu.
Die Zeit verging und wir werkelten so um uns herum.
Für alle Nichteingeweihten muss erklärt werden, dass während der ganzen Zeit unserer Anwesenheit in der Station ein Funkgerät auf der OV-Anruffrequenz 144.575 kHz eingeschaltet ist und auf stand-by mitläuft. So ist es normalerweise!
An diesen Samstag hatten wir es auf der Frequenz von D21 eingestellt. Und so kam es, dass zuerst Siggi, DM2AYO, dann Olaf, DL7VHF, und gleich darauf André, DL7UAZ, sich meldeten. Tom, DH7TS, kam nicht umhin, zu antworten. Und - haste nicht gesehen – waren Olaf und André auf dem Weg nach Gosen. Sie wollten uns mit ihrer Anwesenheit den Tag versüßen, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Olaf und André brachten außer der 6m-Antenne noch eine 70cm-Yagi und ein Paket Kuchen mit.
Als Olaf und André eintrafen, ließen wir von unseren schnöden Aufbauarbeiten ab und widmeten uns natürlich nur noch der 6m-Antenne und deren Aufbau auf dem Dach. An welchem Mast die Antenne angebracht werden sollte war schon vorgeklärt. Und irgend wie war es auch logisch: am KW-Beam-Mast, sozusagen als krönenden Abschluss. Zu diesem Zweck wurde die geeignete Leiter auf das Dach bugsiert.
Die Montage konnte beginnen.

Ja, in der Tat, es hat alles prima geklappt. Nur in der Länge der Zuleitung hatten wir uns etwas verschätzt. Aber eine Verlängerung war auch schnell geschaffen und nach dem eine schon vorhandene Durchführung  im Fensterrahmen etwas erweitert wurde konnte auch das Antennenkabel ordentlich eingeführt werden.
Der FT920 stand schon bereit, das 6m-Band war schon geschaltet und selbst das SWR zeigte auf Anhieb über den nutzbaren Frequenzbereich einen Wert von 1:1,1.
Olaf konnte es kaum noch abwarten: Lasst uns funken...!
Und, wer meldet sich als erster: Siggi, DM2AYO!  Wir tauschten Rapporte aus und noch ein paar andere Informationen. Dabei merkten wir, dass mit der Antennenrichtungsanzeige und den bekommenen Rapporten irgend etwas nicht stimmen konnte. Nun, es stellte sich heraus, dass die Antenne verkehrt rum, d.h. um 180° verdreht befestigt wurde. Für Olaf kein Problem. Er dreht die Morsetaste einfach um 180°, also auf den Kopf, und schon war alles wieder in Ordnung. 0704 07

Na gut, weil April ist, lassen wir das mal durchgehen ....!
Wir haben die Antenne natürlich noch gedreht und dann stimmten auch wieder Richtungsanzeige und Rapport überein.
Nach dieser erfolgreichen Operation war es Zeit für Kaffee und Kuchen.
Danach versuchte Olaf noch einige QSO-Partner auf dem 6m-Band zufinden aber so richtig schien es nicht zu glücken.
Wir beschäftigten uns weiter mit dem Aufbau der Stationseinrichtungen.
Olaf und André verließen uns dann zum Abend hin und wir gingen dann auch alsbald zufrieden ins Bett.
Der Sonntag war hauptsächlich mit den Aufbauarbeiten ausgefüllt. Zwischen durch versuchten wir das JAIG-Net zu hören, aber die Bedingungen ließen es nicht zu.
Nach der Bestätigung des Rundspruches probierten wir nach langer Zeit wieder einmal um 13:00Uhr bis 13:30Uhr MESZ Radio Japan auf deutsch zu hören. Pünktlich 13:00 Uhr MESZ begann das deutsche Programm von NHK Radio Japan auf 11.710 kHz in AM. Neben den Nachrichten aus der Region gab es einen interessanten Beitrag über die Baupolitik in der alten Kaiserstadt Kyoto. Auch in Japan tun sich die Städte schwer, mit der Erhaltung von alten traditionellen Gebäuden für Wohn- und Gewerbezwecke.
Es war gerade 14:00 Uhr vorbei da klingelte das Telefon: Peter, DL7JPK, war dran.
Und was er zu berichten hatte klang nicht gut: Er war auf der Rückfahrt von Erfurt nach Berlin auf der Autobahn kurz vor Köckern. Sein Auto hatte den Geist aufgegeben und er stand nun auf dem Seitenstreifen und kam nicht mehr weiter. ADAC oder Abschleppdienst waren nicht realisierbar. Die damit verbundenen Umstände waren nicht akzeptabel. Also, haben wir uns kurz entschlossen, ihn nach Berlin abzuschleppen. Alle Aktivitäten in der Station wurden beendet, sozusagen alles stehen und liegen gelassen und mit Alarmstart ging es auf die Autobahn Richtung Leipzig. Natürlich kamen wir auf dem Berliner Ring in einen Stau – um die Zeit völlig normal! Nach ca. 1,5 Std. Autobahnfahrt bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir unser „Einsatzgebiet“.  Peter empfing uns mit strahlendem Gesicht. Wir begutachteten kurz den Schaden und richteten alles her für die gemeinsame Rückfahrt nach Berlin. Zu meinen Erstaunen verlief alles reibungslos. Wir kamen noch bei Tageslicht am Zielpunkt Garage an. Die große Erleichterung war allen anzusehen. Nach einigen Umladeaktionen machten wir uns auf den Heimweg, denn die Abenddämmerung brach schnell herein. Gegen 21:00 Uhr waren wir dann zu Hause.
Ein Wochenende wie jedes andere...? Nicht ganz, denke ich, aber voller guter Taten!

73 de DD6UMW

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