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Jedes Jahr ist Himmelfahrt, Christi Himmelfahrt natürlich, oder Vatertag oder Herrentag oder wie auch immer bezeichnet, ein Tag, der ein verlängertes Wochenende einläutet .....

 

Jedes Jahr ist Himmelfahrt, Christi Himmelfahrt natürlich, oder Vatertag oder Herrentag oder wie auch immer bezeichnet, ein Tag, der ein verlängertes Wochenende einläutet - vorausgesetzt, man kriegt das mit der QRL, der YL, der GYL und den Harmonischen auf die Reihe.

Der Kern der DF0BLM-Crew hat es jedenfalls geschafft:
DD6UWT-Jens, DH7TS-Thomas, DL9TZ-Gaston, DD6UMW-Willfried, DO1KWM-Wim und unsere Gäste Peter, Silke mit Tochter Christin.
Wir verbrachten den Herrentag natürlich in Gosen, im KHZ Gosen.
Und das war so.....

Die meisten kamen schon am späten Mittwoch Abend. Das hatte den Vorteil, dass man in aller Ruhe Quartier beziehen und einige organisatorische Dinge mit dem Hausherrn vorklären konnte.
So konnten wir uns dann vor unsere Empfänger setzen, den Aktivitäten im Äther lauschen und uns entspannt auf den nächsten Tag einstimmen.
Das erste, was wir am nächsten Tag gemeinsam machten, war das Frühstück. Ich kann nur sagen: Ihr seit selber schuld, wenn Ihr Euch das entgehen lasst.
Wir waren also beim Frühstück.....
Wie wir also da saßen und aßen, kam jemand vom Personal der Küche - wie wir etwas später mitbekommen hatten, der Mann eines der wichtigsten Frauen des Hauses - und sprach uns an:
"He, Jungens, Ihr seit doch die Amateurfunker , Ihr müsst doch Ahnung haben..." (jetzt folgte die Lobpreisung des Herrn - dachten wir, aber er meinte uns damit) und dann nannte er sein Problem (hier nur in Stichworten): ..............der Fernseher .............die Programme ........Satellitenempfang .............Premiere .............die Lumpenhunde............. bezahlen................Decoder..................usw., usw. .
Da setzten wir unsere wichtigsten Gesichter auf, öffneten im Head-Memorie die Schublade "TV-Enzyklopädie – Pay-TV" und ein kurzer intensiver Schwall von Fachausdrücken ließen den besagten Herrn in Ehrfurcht erstarren. Im letzten Satz sagten wir dann, was er wissen wollte. Mit Worten des Dankes im Ohr konnten wir dann weiteressen.
Als wenn sie nur darauf gewartet hat ............... wir hatten unser Frühstück beendet und wollten gerade gehen .............. kam unsere Freundin Didi. Ihr müsst wissen, Didi ist die Chefköchin des Hauses. Aber nicht nur deswegen kann man ihr nichts abschlagen, nein, sie ist wirklich die netteste Köchin der Welt:

""Sagt mal, Jungens, könnt' ihr nicht mal mit anfassen. Ich möchte den Bar-Tresen von da nach da stellen."
Und wir: "Na klar...., wo steht das Klavier!?" Ja, wenn es man nur ein Klavier wäre.
Eigentlich sollte dieses massive Holzmonstrum von Tresen zerlegbar sein, aber wie das im Leben so ist - die Schrauben zerwürgt oder glattgenuddelt, kein richtiges Werkzeug aber dafür war es an der einen Barseite nur 3,5 m lang, auf der anderen Seite 2 m lang und 1,50 m tief. Dieses Stück musste quer durch einen Saal, irgendwie durch die Tür, über einen Flur, durch die nächste Tür in den anderen Saal. Ich will mich jetzt nicht in Einzelheiten verlieren, jedenfalls, nachdem wir uns Baufreiheit geschaffen hatten, bugsierten wir diesen Tresen in einem Stück an seinen neuen Standort. Unsere Köchin strahlte, wir strahlten mit und die Welt war wieder in Ordnung - na, doch nicht ganz?
"Ich habe da noch ein klitzekleines Problem...mein Fernseher...er geht nicht mehr, ganz plötzlich und unerwartet...." Didi sah jetzt ganz hilflos aus. Unser Schweigen dauerte nur Sekunden und mit väterlichem Ton hörte man uns sagen: "Wir schauen mal, aber nicht gleich! "Ja,ja, hat Zeit!" Didi winkte gelassen ab. Und wir winkten auch ab und gingen gleich mal schauen. Ja, so ist das Leben.....!

0105 01Aber es kam der Zeitpunkt, wo wir uns endlich um uns kümmern konnten und es war immer noch ausreichend Zeit, den Grill vorzubereiten und die Wasserpfeife in Gang zu setzen.


Ja, die Wasserpfeife, das war wirklich ein tolles Ding.

Das ganze Gerät war ca. 1,10 m hoch, hatte einen Glaskörper und darauf einen Aufsatz aus Kupfer und Messing, alles handgefertigte Teile aus Tunesien.

Am besten Ihr schaut Euch die Bilder an, dann kann ich mir umständliche Beschreibungen sparen.

Gaston war der "Obermuffti", der hat das ganze Ding dann in Gang gesetzt. Demzufolge waren wir die "Untermufftis", die ihm ehrfürchtig (hi) zur Hand gingen.(Noch mal hi)

0105 02 Interessant daran ist, dass es dafür einen extra Tabak gibt, das heißt, es ist schon ganz normaler Tabak, aber er ist besonders zubereitet. Wir hatten Tabak, der mit Früchten gemischt war. Und außerdem war er sehr feucht gehalten, also kein Vergleich mit dem uns bekannten Pfeifentabak.

Wenn man am geöffneten Tabakbeutel gerochen hatte, glaubte man Früchtetee vor sich zu haben. Intuitiv war man eher geneigt, das Zeug zu trinken als zu rauchen.

Wie schon gesagt, der Tabak war sehr feucht. Deshalb brannte er auch nicht so, wie wir es von der normalen Pfeife kennen. Es war auch nicht möglich, den Tabak mit einem normalen Streichholz oder Feuerzeug anzuzünden. Dafür gibt es extra Glutsteine. Die sind etwa so groß, wie ein 2-Mark-Stück, aber drei- bis viermal so dick. Diese konnte man mit einem Feuerzeug anzünden. Sie fingen dann an zu glühen. Diese Steine wurden dann auf den Tabakhaufen gelegt. Sie entwickeln die notwendige Hitze, um auch den feuchten Tabak rauchen zu können.

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Nachdem unser Obermuffti es soweit geschafft hatte, versammelte er sein Volk (wieder hi) um diese H2O-Pfeife und der Zug ging los. Vorsichtshalber mit einem Bier bewaffnet, schauten wir neugierig und zugleich skeptisch auf die ersten Züge von Gaston. Ganz offensichtlich genoss er die ersten Züge.

 

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Mit einem entspannten Lächeln reichte er den Schlauch weiter.

Ich weiß gar nicht mehr, wer der nächste war, jedenfalls griff ich auch nach diesem Schlauch und mutig zog ich daran, wie ich es von der Pfeife gewohnt war. Aber es passierte nichts, d.h. es blubberte nicht im Wassergefäß, das äußere Zeichen, dass man es richtig macht. Also paffen war nichts, man musste wirklich inhalieren. Mit einiger Skepsis tat ich es dann - es blubberte auch richtig - und war überrascht. Ich habe mit einem Hustenanfall gerechnet oder mindestens mit starken Reizungen aber es kam nichts, gar nichts. Ganz im Gegenteil, ein angenehm kühler Rauch hinterließ einen genauso angenehmen Geschmack.

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Der Rauch, wenn man überhaupt von Rauch sprechen kann, war fast gar nicht zuspüren, jedenfalls nicht so penetrant, wie man es von Zigarette oder Pfeife her kennt. Bei gutem Bier, Steaks, Bratwürsten und einen hervorragenden Kartoffelsalat genossen wir den Sonnenschein und sprachen über Gegenwärtiges und Zukünftiges, über uns und über andere, bis die gegen Abend immer zahlreicher werdenden Mücken die Oberhand gewannen und wir in die Cafeteria flüchteten.

Hier blieben wir bis auch der letzte überzeugt war, dass er nun genug hatte.

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Der nächste Tag - er begann wie immer mit einem ausführlichen Frühstück – war unserer Funkstation gewidmet. Hier mussten Kabel verlegt werden, die Bestückung der 19"-Schränke wurde weiter vervollständigt und so ging dieser Tag auch rum.

Auch am Samstag beschäftigten wir uns in unseren Funkstationsräumen. Da kam Ecki, seines Zeichens Haustechniker des KHZ, also auch ein wichtiger Mann, und erzählte was von irgendwelchen Anlagen, die nicht richtig spielen, und die werden doch morgen gebraucht usw... . Da wir auch noch ein paar Wünsche hatten, traf es sich ganz gut und wir wurden uns schnell einig. Alsbald spielten die besagten Anlagen wieder und wir sahen und erfuhren dafür Dinge, die für unsere zukünftige Tätigkeit unserer Funkstation wichtig waren.

Im Laufe des Nachmittags traf Wim, DO1KWM, bei uns ein und nachdem wir ihm den neuesten Stand unseres Stationsprojektes vorgeführt hatten, lud er uns zu einem chinesischen Menü in das asiatische Restaurant im Müggelpark Gosen ein. Nach so einem großartigen Abendmahl gaben wir noch einen drauf und entzündeten die Wasserpfeife.

Es war auch für Wim eine Premiere und der Tabak reichte auch gerade noch für diesen Abend. Am nächsten Morgen überraschte uns Jens mit der Feststellung, dass die Empfangsantenne wahrscheinlich gerissen sei, jedenfalls liegt sie jetzt auf dem Boden. Sie ist nur noch auf der Empfängerseite arretiert. Sofort nach dem Frühstück kletterten wir mit Unterstützung des Haustechnikers auf das Dach des betroffenen Hauses. Und tatsächlich war die Antennenlitze kurz hinter der Befestigung am ersten Isolierkörper gerissen. Eine etwas merkwürdige Tatsache, dass eine Cu-Litze aus hunderten von Einzeldrähten von einem Tag zum anderen reißen kann. An der Rissstelle war die Litze scheinbar gequetscht worden – inzwischen wissen wir es besser: Sie war altersschwach! . Na ja...! Reparieren konnten wir es auch nicht sofort und so ließen wir sie erst mal so.

Damit keine weiteren Probleme entstehen können, haben wir sie auf das andere Hausdach hochgezogen und ausgelegt. Die Reparatur wird eine Aufgabe für die nächsten Wochenenden sein.
Ja, ja, die lieben Wochenenden. Ich habe schon immer gesagt, mit unserem Kalender stimmt etwas nicht: Wir haben zu wenig Wochenenden oder ?!

Vielleicht sind die Tage auch nur zu kurz. Was sind schon 24 Std.- mindestens 24 Std. zu wenig, hi!

Nun, auch das längste Wochenende ist einmal vorbei.

Es war mal wieder schön ......!


nachempfunden von DD6UMW

 

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