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In diesem Jahr freuten wir uns auf einen ganz besonderen Höhepunkt: Die JAIG-Crew von D17 fliegt für knapp 2 Wochen nach Japan! 
Die logistischen Vorbereitungen begannen zwar schon im Jahr 2003 aber richtig los ging es eigentlich erst in diesem Jahr.
Da es auch dieses mal Neulinge gab, die noch nie in Japan waren, bzw. noch nie so lange in einem Flugzeug non Stopp irgend wo hingeflogen sind, gab es eine Info-Veranstaltung, auf der nach unseren Erfahrungen die wichtigsten Dinge vermittelt wurden, um es den „Neuen“ etwas leichter und verständlicher zu machen, was ihnen dort an Unbekanntem und Ungewohntem begegnen wird. Und mitten in diese Vorbereitungen hinein erhielten wir die Nachricht, dass im Hotel und Konferenzzentrum ein Personalwechsel herbeigeführt wurde. Unser bisheriger Ansprechpartner, mit dem wir über die Jahre ein ausgezeichnetes Verhältnis der Zusammenarbeit entwickelt hatten, war von einem Tag zum anderen abgelöst worden. Das war erst mal ein Schock.
Nun, wer unsere Chronik von Anfang an verfolgt hat, wird sich vielleicht erinnern, dass wir so etwas ähnliches schon mal erlebt haben – Harnekop 1996!
Es dauerte dieses mal nicht lange und der neue „Chef“ des Hotels und Erholungszentrums am Seddinsee lud uns zu einem Gespräch ein.  Es stellte sich heraus, dass wir uns bereits kannten und so bedurften es keine längeren Erklärungen, um unser zukünftiges Verhältnis zu definieren.
So entwickelte es sich in den kommenden Monaten zum Nutzen für beide Seiten. 
Uns fiel ein großer Stein vom Herzen und wir konnten einigermaßen beruhigt die Reise nach Japan antreten.
Ich verzichte an dieser Stelle über die Reise zu berichten. Es würde den Rahmen sprengen, der einer Chronik nun mal eigen ist. Wer mehr dazu wissen möchte, den verweise ich auf die JAIG-Seite unserer Homepage.
aIn diesem Jahr beschäftigten wir uns auch weiter mit der Ausrüstung unserer Funkdiensträume. So wurde der APRS-Testbetrieb aufgenommen und wir begannen mit dem Aufbau einer eigenen Wetterstation.
Ziel war es, die Wetterdaten automatisch zu erfassen und aufzuarbeiten, um diese Daten dann in das Paket-Radio-Netz zu stellen. Wetterstationen werden ja wie Sand am Meer angeboten, aber die geeignete für uns zu finden, war nicht so einfach. Wir dachten schon, wir hätten die richtige gefunden. Aber dann stellte sich heraus, dass es mit der Zuverlässigkeit dieser technischen Variante doch nicht so weit her ist. Also erprobten wir eine andere Variante. Die erwies sich dann als die richtige für uns.
aUnd da wir gerade vom Himmel sprechen.......
Ja Himmelfahrt war, ist und bleibt ein fester Termin in unserem Aktivitätskalender.
Wie gerade festgestellt - das Wetter machen wir ja jetzt selbst! Da haben wir uns natürlich mit herrlichstem Sonnenschein versorgt und ließen uns zum Herrentag das Bier und das Selbst Gegrillte, entweder Bratwurst (natürlich echte Thüringer) oder Steaks, genüsslich munden.

bUnd noch ein Wink des Himmels bescherte uns ganz unverhofft Glücksgefühle. Durch Bekannte erfuhren wir, dass ganz in der Nähe jemand die Absicht hatte, seine alte Satellitenantenne durch neueste Technik zu ersetzen und er nicht so richtig weiß, was er mit dem alten Equipment machen soll. Wir setzten uns mit dem betreffenden Herrn in Verbindung und erfuhren zu unserer großen Überraschung, dass es sich bei dieser Sat.-Antenne um eine Sat.-Schüssel von ca. 2,40 Meter im Durchmesser handeln soll. Das hat uns gerade noch gefehlt, wirklich wahr!
Wir organisierten einen Abholtermin, ein geeignetes Transportmittel und das nötige Werkzeug. Schön, dass man gerade Urlaub hatte!  Zu dritt und mit zwei Fahrzeugen machten wir uns auf den Weg.
Und wirklich, da stand das Gerät, mitten im Garten, auf ein Betonfundament montiert. Beeindruckend!
Mit aller gebotenen Sorgfalt demontierten wir das gute Stück.
Es war wirklich ein gutes Stück, denn es war tadellos erhalten. Die Anlage wurde also in seine Einzelteile zerlegt, ordentlich verpackt und sicher verladen. Die Rückfahrt nach Gosen war etwas langwierig, weil wir nicht so schnell fahren konnten und so manchen anderen Verkehrsteilnehmer waren wir möglicherweise ein Hindernis. Aber wir ließen uns nicht beirren und kamen sicher bis ins FuZ Gosen. Ja, und dort wartet sie nun darauf, wieder aufgebaut zu werden. Das ist allerdings nicht so einfach. Hierzu müssen noch ein paar Voraussetzungen geschaffen werden. Aber das wird schon...!

aSommerzeit – Urlaubszeit !
Ja, sagte ich schon. Nicht nur wir hatten Urlaub. Auch unsere Freunde der JAIG aus München nutzten die Gelegenheit, uns einen Besuch abzustatten. Kuni, DF2CW, und seine Frau Erika kamen für ein verlängertes Wochenende vorbei. Uns verbindet so viel gemeinsam erlebtes..., Ich glaube, wir könnten Wochen verbringen, ohne das wir unsere Geschichten wiederholen müssten. Aber es gab auch so genug zu bereden, denn es musste das nächste JAIG-Treffen vorbereitet werden.
Trotzdem fanden wir genügend Gelegenheit, spazieren zu gehen, zünftig zu Grillen und natürlich auch zu funken.

FFD - traditional...
bUm die guten Traditionen zu pflegen, haben wir auch in diesem Jahr den Familien-Field-Day nicht ausfallen lassen. Unsere ausgezeichneten Beziehungen zu dem Hotel war es wieder mal zu danken, dass wir mit hervorragenden Grundnahrungs- und Genussmitteln versorgt wurden. Und wie immer bei diesen Gelegenheiten, brachte der eine oder andere noch diese oder jene Kleinigkeit mit.
Unsere traditionelle Familien-Field-Day-Veranstaltungsstätte Cafeteria haben wir dieses mal nicht in Anspruch genommen. Wir zogen etwas in die Berge, genauer in die Berggaststätte. Dort aktivierten wir die Terrasse am Eingang der Gaststätte und entfalteten dort unseren Field-Day.
Der Wettergott war wieder mal auf unserer Seite und so gestaltete sich dieser Nachmittag, der Abend, die Nacht und der Morgen des nächsten Tages absolut traumhaft. Ja, es war wieder mal ein gelungener Familien-Field-Day.

Contest - zwischen Frust und Freud...
Es kostet anfangs immer ein wenig Überredungskunst aber dann kamen sie, unsere Contester und wollten dann auch richtig Betrieb machen. Der IARU-Contest Anfang September ist für die überwiegende Zahl unserer Mitglieder der wichtigste Contest des Jahres. Also, nichts wie ran an die Mikrofone und Tasten.... Nanu, ...hallo, hallo,...? Was rauscht denn da so ??????  Was war los?
Die eingehenden Signale sehr schwach, auffällig schwach. Und raus ging auch kaum etwas. Außerdem ließ sich die PA nicht sauber abstimmen. Der Sequenzer für den Vorverstärker arbeitete sehr unregelmäßig, manchmal gar nicht. Die Folge: heiße Diskussion und Spekulation! Erste schnelle Versuche mit Kabelwechsel, Steckerwechsel und Neueinstellung brachten keine nennenswerten Verbesserungen. In einem solchen Fall muss der Rest der Crew in die Warteschleife geschickt werden, möglichst weg vom Geschehen, und nur zwei maximal drei Leute kümmern sich um die Beseitigung der Fehler. Und so wurde es dann auch gemacht. Zwei OM’s gingen dann systematisch auf Fehlersuche. Und es dauerten keine 15 Minuten, da war klar: Der Fehler liegt auf dem Dach!
aAlso, Luke auf, rauf aufs Dach und Antennen-Kabel untersuchen. Dazu muss man wissen, dass es auf dem Dach eine Trennstelle gibt, die dazu da ist, um, zum Beispiel bei schnell notwendig werdenden Antennenwechsel oder anderen Veränderungen, nicht gleich neue Kabel ziehen zu müssen. Und tatsächlich, die Kabeleinführung wies einen galvanischen Schluss auf. Da wurde nicht lange diskutiert, Kabel neu abgesetzt und alles ordentlich verbunden, verlötet und gequetscht. Jetzt noch einmal durchgemessen und – Bingo – alles wieder im grünen Bereich: Der Sequenzer schaltet wieder prima, die Stehwelle ufb und die PA ließ sich wieder optimal regeln. Die Contest-Crew konnte jetzt endlich loslegen - mit einer Stunde Verspätung.
Wir wollten aber genau wissen, warum ein Kurzschluss aufgetreten ist.
Die Analyse...
Das abgetrennte Kabelanschlussende haben wir natürlich ins Labor gebracht. Wir wollten genau wissen, wieso dieser Fehler auftreten konnte. Unser LI, DL7JPK, machte sich sofort ans Werk und nach einer guten halben Stunde lag das Ergebnis auf dem Tisch, im wahrsten Sinne des Wortes:
aDie Kabelverbindung war auf dem Dach natürlich ständig den Witterungsverhältnissen ausgesetzt, auch wenn sie in einem Plastgehäuse untergebracht war. Das entscheidende waren die großen Temperaturunterschiede, wie sie auf einem Flachdach mit Dachpappenbelag nun mal auftreten können.
Die Kräfte, die bei der Dehnung des Kabels in axialer Richtung (Ausdehnen bei hohen Temperaturen und Zusammenziehen bei niedrigen Temperaturen) auftreten, hatte bewirkt, dass sich von dem Schirmnetz ein kleines Drähtchen gelöst hatte und auf den Mittelkontakt auflag und somit einen Kurzschluss verursachte.
Um derartigen Dingen in Zukunft vorzubeugen, haben wir begonnen, auf dem Dach einen Kabelkanal zu verlegen, der dann auch abgedeckt sein wird. Wieder was gelernt...!

Nicht nur immer Technik ...
bDas Funken ist nun mal unsere Leidenschaft. Und vieles was mit der Funktechnik im näheren und weiteren Sinn zu tun hat fesselt und fasziniert uns. Aber trotzdem übersehen wir nicht die uns umgebende Natur. Es ist schon ein Glücksfall, eine Funkstation zu betreiben, die mitten in einem Landschaftsschutzgebiet liegt. Die vergleichsweise zurückhaltende Nutzung dieses Geländes erlaubt der Flora und Fauna sich relativ freizügig und vielfältig zu entwickeln. Die topologische Eigenart dieses Geländes unterstützt dieses noch und bietet somit ein kleines Paradies für Pflanzen- und Tierwelt.
Immer wenn wir mal so richtig die Schn...... voll haben, gehen wir nach draußen und machen einen längeren Spaziergang. Es gibt immer wieder was zu entdecken, egal ab Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Jede Jahreszeit hat ihren Reiz. 

 

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So verging der Herbst und der Winter kam, etwas zögerlich, aber er kam ....

Wie zu jedem Jahresende wurde unsere Jahreshauptversammlung und die Gemütlichkeit ganz praktisch mit einander verbunden. Es gab ein Menge zu bereden und es gab wieder eine Menge zu Essen und zu Trinken. Dabei kamen uns schon wieder gute Ideen für das nächste Jahr.
Natürlich feierten wir auch wieder Silvester im großen Saal ades Hotel und Erholungszentrums. Aber es sollte unsere letzte Silvesterfeier im Hotel und Erholungszentrum werden.
Eine schlimme Nachricht erreichte uns Ende Dezember:
Das Hotel und Erholungszentrum wird zum 31.03.05 abgewickelt!
Das traf uns wie ein Hammer! Am meisten waren jedoch die hier Beschäftigten betroffen.

Was wird uns das Jahr 2005 bringen?

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