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Eine Handvoll japanischer AM-Radiosender hat ihre Sendungen eingestellt. Die Behörden wollen damit die Auswirkungen des Verlusts dieser Form des Rundfunks untersuchen, der in Japan seit 99 Jahren in Betrieb ist. Laut der Website von Japan Today sind dreizehn der 47 japanischen Radiosender stillgelegt worden.

Die Betreiber von AM-Sendern verweisen auf die steigenden Kosten für die Instandhaltung und Aufrüstung der Anlagen, die die Kosten für UKW-Sender bei weitem übersteigen. Sie weisen auch darauf hin, dass UKW-Radio und andere Übertragungsformen nicht so anfällig für statische Störungen und Rauschen sind, wie es bei AM-Signalen der Fall sein kann.
Viele AM-Radiosender bieten bereits eine Alternative mit der Bezeichnung "Wide Range FM" an, mit der dieselben Programme über UKW-Radio ausgestrahlt werden können, einschließlich öffentlicher Sicherheitsdurchsagen für die Katastrophenvorsorge. Die zunehmende Beliebtheit von Podcasts wirke sich auch auf die Zahl der Radiohörer aus. Nach Angaben des japanischen Kommunikationsministeriums könnte die versuchsweise Abschaltung erst im Januar 2025 abgeschlossen sein. Dann müssen sich die Rundfunkanstalten entscheiden, ob sie wieder auf Sendung gehen oder für immer schweigen.
Darüber berichtet Graham, VK4BB, in der Amateur Radio Newsline.

(Quelle: Hamburg-Rundspruch)

 

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