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Fachleute aus der russischen Forschungs- und Produktionsvereinigung „Lawotschkin“ sind jetzt dabei, auf dem Raumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana Reste des toxischen Treibstoffs zu entfernen, der aus dem Beschleunigungsblock „Fregat“ ausgelaufen ist. Das teilte ein Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos mit.

„Das ist eine recht langwierige Prozedur, die aber die Möglichkeit bieten soll, Wege zur Beseitigung des Problems zu finden“, sagte der Sprecher.

Das im „Fregat“-Lagerraum befindliche System zur Erkennung von Oxydator-Ausdünstungen (toxischem Stickstofftetroxid) sprach am 21. Mai an. Am 6. Juni trafen Fachleute aus Russland am Raumbahnhof ein. Sie besichtigten den Beschleunigungsblock und legten den Umfang der erforderlichen Operationen fest.

„Fregat“ war zur Beförderung eines Satelliten der Vereinigten Arabischen Emirate, Falcon Eye-2, mit einer Trägerrakete vom Typ Sojus-ST-A in den Weltraum bestimmt. Der Start sollte Anfang März stattfinden, wurde jedoch wegen eines Problems mit dem Beschleunigungsblock verschoben. Es wurde beschlossen, den Beschleunigungsblock durch einen Reserveblock zu ersetzen.

Mitte März wurde dann der Raumbahnhof Kourou wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen und der Start bis Mitte Oktober verschoben. Die Fachleute enttankten den Beschleunigungsblock und kehrten Ende April nach Russland zurück.

Seit Oktober 2011 haben insgesamt 23 russische Sojus-Raketen vom Raumbahnhof Kourou abgehoben. Bei einem der Starts im August 2014 wurden europäische Galileo-Navigationssatelliten wegen einer „Fregat“-Panne in eine unprogrammmäßige Umlaufbahn gebracht.

ls/mt

(Quelle: Sputnik Deutschland / Copyright © Sputnik)

 

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